Neue Normalität. Wie Unternehmen sich permanent selbst erneuern

ISBN 978-3-937444-99-4

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»Normalität« ist auch nicht mehr das, was sie schon mal war. Überkommene Erwartungen an Berechenbarkeit, Regelhaftigkeit und Stabilität weichen einem wachsenden Unbehagen darüber, immer mit allem rechnen zu müssen. Nicht nur ständige Krisen verstärken diesen Eindruck; bislang gesicherte Annahmen stellen sich über Nacht als völlig falsch heraus. »Was passieren kann, wird passieren«, dieses Motto der Quantentheorie bestimmt das Geschehen in vielen Bereichen.

Die eigentliche Konsequenz daraus, immer auf alles vorbereitet sein zu müssen, lässt sich, irreal wie sie ist, weder praktisch noch mental ziehen. Am Ende stünden Paranoia und Handlungsunfähigkeit.

Ein Gegenmittel auf individueller und organisationaler Ebene sind permanente Veränderungen - jede für sich undramatisch - die über die Grenzen bisheriger Konditionierungen hinausgehen. Sie erneuern stetig das System. Im Gegensatz zu »vorbeugender Wartung«, die hilft, absehbare Defekte zu vermeiden, geht es um ungedachte Szenarien und Perspektiven, um einen spielerischen Umgang mit dem Undenkbaren und um Maßnahmen, die tatsächlich einen Unterschied zum tradierten Mehrdesselben ausmachen - und das, solange die Situation noch nicht »da« ist.

Über operative Perfektion hinaus werden Prioritäten wie Durchblick und Wachheit aktueller. Die Optik ändert sich; es lohnt sich, tiefer und weiter zu schauen.

Die vorliegende Artikelsammlung »Neue Normalität« bietet gezielte Einblicke in einige Felder permanenter Selbsterneuerung, die sich heute bereits abzeichnen.
• Energie: Wie werden persönliche und organisationale Energie erneuert? Wie lassen sich Engagement, Spirit und Selbstwirksamkeit stabilisieren?
• Intelligenz: Wie wird man kollektiv smarter? Wie lauten die neuen Fragen neben der alten Spur? Wie lassen sich im Hintergrund ablaufende Muster schneller erkennen?
• Bewusstsein: Wird einigermaßen gewusst, wer man eigentlich ist? Was ändert den Mindset einer Organisation? Was ermutigt zum Blick über den unmittelbaren Tellerrand?
• Talent: Mitarbeiter - Asset oder Commodity? Wie vervielfältigt sich Talent im Unternehmen? Wie lässt sich Top Talent finden und binden? Wie werden Personalprozesse individualisiert?

»Neue Normalität« beschreibt die Tools, ohne in einer Methodenfalle zu landen. Eigentlich geht es um nichts anderes, als ständig am Bewusstsein aller Beteiligten zu arbeiten. Dem »Virtuosen des Augenblicks« gehört die Zukunft.

Rolf Rüttinger, ursprünglich Bankkaufmann, studierte in München Psychologie mit Schwerpunkt Organisationspsychologie und ist seit dem Diplom immer selbstständig tätig, weitgehend in eigenen Firmen (früher Rüttinger Consultants, heute protalent).
 
Seine beruflichen Rollenschwerpunkte sind Management-Trainer, Coach, Management-Diagnostiker/Personalberater, Organisationsentwickler und Fachbuchautor.
 
Seinem Motto „Auf Lücke und über den deutschen Tellerrand hinaus“ folgend, zählte Rüttinger zu den Ersten im deutschsprachigen Raum, die mit TA Transaktionsanalyse im nicht-therapeutischen Raum arbeiteten (Basis: Seminarbesuche und Kongresse in den USA und England). Er arbeitet bis heute mit der Management Research Group (USA) und mit Diagnostik-Spezialisten zusammen, vor allem in Sachen Management und Leadership (Lizenzierungen in den USA). Neu ist seine Zusammenarbeit mit dem Cultural Intelligence Center (USA), das mit einem online-self-Assessment arbeitet.

Titel: Neue Normalität
Untertitel: Wie Unternehmen sich permanent selbst erneuern
Autor: Rolf Rüttinger
Format: 16,5 x 24 cm
Auflage: 1.
Publikationsjahr: 2012
Seitenzahl: 164
ISBN: 978-3-937444-99-4
Preis: € 24,50

Bewertungen:

Kunde: Linus Körner am 24.04.2012
Bewertung:5 von 5 Sternen!

Bewertung:

Um Management und Leadership ist es von der Theorie her, aber auch publizistisch, seltsam ruhig geworden. Offenbar gibt es nichts Neues mehr. Doch das täuscht. Das Drehbuch hat sich geändert. "Neue Normalität" geht aus von einer neuen Ära überraschender Umbrüche, blitzschneller Positions- und Paradigmenwechsel sowie dem vermehrten Eintreten von bislang Undenkbarem. Kurzum, die Realität wird täglich unwahrscheinlicher – und belastender. Schönwetter-Modelle und Rezepte sind out; es wird fragwürdig, bereits Passiertes reaktiv nach alter Väter Sitte in einem Klima des "business as usual" anzugehen, quasi "abzuarbeiten". Das klingt, wie bei Büchern dieser Art üblich, alarmistisch und leicht paranoid. Man hört so etwas nicht gerne und hätte jetzt die Chance, sich davon, der grassierenden Burnout-Seuche folgend, erschlagen zu lassen und sich dann zu bedauern. Natürlich vertritt der Autor eine andere Strategie, nämlich die, für Heraufziehendes sensibel zu sein, den Dingen auf den Grund zu gehen und sich darauf resilient in Form konstanter und undramatischer Veränderungen einzustellen – was nicht heisst, auf alles vorbereitet zu sein. Im Gegensatz zu den körperlichen steigen dabei, wie bereits erkennbar ist, die mentalen Anforderungen weiter an. "Neue Normalität" orientiert sich daher an den Handlungsfeldern Energie, Intelligenz, Bewusstsein und Talent, was wieder einmal belegt, dass "weich" in Wirklichkeit "hart" ist. Von den "Hotspots im Unternehmen" bis zu den "Plattformen für Querdenker", von "Engagement" bis zur "Art of Storytelling", von "kognitiver Diversität" bis zu "peripherem Management" beleuchten 17 voneinander unabhängige Beiträge schlaglichtartig unterschiedliche Aspekte einer "Neuen Normalität". Der Autor arbeitet als Berater und das merkt man dem Buch an. Vorschläge und Ideen sind unterlegt mit jeder Menge Tools wie Gesprächsleitfaden, Selbsttests, Minikonzepten und Blöcken explorativer Fragen. Damit ist es eine Fundgrube für Unternehmer, Führungskräfte, HR-Spezialisten, Berater und Trainer. Die Texte sind dicht geschrieben, manchmal zu dicht und ausführlich. Dafür entschädigt wird der Leser durch gelegentliche Ausflüge ins Satirische und damit Hanebüchene, was unverblümte Passagen nicht ausschließt, die das Kind beim Namen nennen. Insgesamt bietet "Neue Normalität" viele Anregungen für Leser, die sich, ohne ein ganzes Buch durchzuarbeiten, punktuell über Ideen informieren wollen, die hierzulande noch nicht Allgemeingut sind, woanders aber bereits funktionieren: Führen heisst, am eigenen Bewusstsein und dem anderer zu arbeiten.

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Diesen Artikel haben wir am Dienstag, 17. Januar 2012 in unseren Katalog aufgenommen.

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